§30 nis2scan

Sample report

This is what a nis2scan report looks like.

The report below was produced by the real nis2scan report generator against a fictional demo environment. It shows every element of a real scan: the compliance matrix, defects with legal citations and remediation, positive evidence, documented exceptions, scan limits, and the attestation checklist.

Demo data: "Demo Firma GmbH", all resource names, and all findings are fictional. The report texts, legal citations, and scoring logic are identical to a real scan. Reports are deliberately written in German: that is the language German auditors and authorities work in.

NIS2 Compliance Report — §30 BSIG

Unternehmen: Demo Firma GmbH

NIS2-Kategorie: Besonders wichtige Einrichtung (Selbsteinstufung)

Scan-Datum: 24.07.2026 09:15:00 UTC

Scan-ID: 032b708a-4040-488d-a894-0c8917272700

Scope: AWS

Rechtsstand: BSIG i. d. F. des NIS2UmsuCG (BGBl. 2025 I Nr. 301), in Kraft seit 06.12.2025


Executive Summary

EigenschaftWert
Erfüllungsgrad (cloud-technischer Teilaspekt)Teilweise erfüllt
Zusatzsicht: Bereiche strikt erfüllt oder alle Mängel per dokumentierter Ausnahme akzeptiert6 von 8 (davon 6 strikt erfüllt)
Checks ausgeführt10
Checks bestanden (von anwendbaren)6/10
Checks nicht bestanden4
Checks nicht anwendbar (keine Prüfobjekte)0
Checks mit Fehler (nicht ausgewertet)0
Mängel gesamt4
— davon per dokumentierter Ausnahme akzeptiert1
Positivnachweise10
Kritisch2
Hoch2
Mittel0
Niedrig0
Info0
§30-Bereiche geprüft8/10

Der Erfüllungsgrad bewertet ausschließlich den cloud-technisch prüfbaren Teilaspekt der jeweiligen §30-Maßnahme. Organisatorische Anforderungen (Richtlinien, Prozesse, Schulungen) sind nicht Gegenstand dieses Scans.


Compliance-Matrix §30 BSIG

§30 Nr.BereichErfüllungsgradChecks bestandenN. a.FehlerMängeldavon AusnahmeKritischHoch
1Risikoanalyse und IT-SicherheitskonzepteErfüllt1/1000-00
2Bewältigung von SicherheitsvorfällenErfüllt1/1000-00
3Aufrechterhaltung des BetriebsErfüllt1/1000-00
6Bewertung der Wirksamkeit von RisikomanagementmaßnahmenErfüllt1/1000-00
7Grundlegende Schulungen und SensibilisierungErfüllt1/1000-00
8KryptographieNicht erfüllt0/1001-01
9Personalsicherheit, Zugriffskontrolle und IKT-VerwaltungNicht erfüllt0/3003121
10MFA und gesicherte KommunikationErfüllt1/1000-00

„Checks bestanden” zählt nur anwendbare Checks (mit Prüfobjekten in der Umgebung). „N. a.” = nicht anwendbar: keine Prüfobjekte vorhanden — kein Nachweis, kein Mangel. „davon Ausnahme” nennt Mängel, die per dokumentierter Ausnahme akzeptiert sind (Abschnitt „Ausnahmen”) — sie zählen in der Mängel-Spalte weiterhin voll mit, keine stille Herausrechnung.


Mängel nach §30-Bereich

§30 Abs. 2 Nr. 8 — Kryptographie

Gesetzestext: “Konzepte und Prozesse für den Einsatz von kryptographischen Verfahren” Quelle: § 30 Abs. 2 Nr. 8 BSIG (abgerufen am 2026-07-11)

ISO 27001 Referenz: A.8.24

AWS-NR8-001: S3-Bucket ohne Default-Verschlüsselung
  • Schweregrad: HIGH
  • Resource: arn:aws:s3:::demo-firma-uploads
  • Region: eu-central-1
  • Ist-Zustand: Der S3-Bucket ‘demo-firma-uploads’ hat keine serverseitige Default-Verschlüsselung konfiguriert. Alle hochgeladenen Objekte sind unverschlüsselt gespeichert.
  • Soll-Zustand: SSE-S3 (AES-256) oder SSE-KMS Default-Verschlüsselung aktiviert
  • Empfehlung: Aktivieren Sie die Default-Verschlüsselung für den S3-Bucket mit SSE-S3 (AES-256) oder SSE-KMS. AWS CLI: aws s3api put-bucket-encryption —bucket demo-firma-uploads —server-side-encryption-configuration ’{“Rules”:[{“ApplyServerSideEncryptionByDefault”:{“SSEAlgorithm”:“AES256”}}]}’
  • Aufwand: LOW
  • ISO 27001: A.8.24 Verwendung von Kryptographie
  • Audit-Nachweis: GetBucketEncryption returned ServerSideEncryptionConfigurationNotFoundError for bucket 'demo-firma-uploads'

§30 Abs. 2 Nr. 9 — Personalsicherheit, Zugriffskontrolle und IKT-Verwaltung

Gesetzestext: “Erstellung von Konzepten für die Sicherheit des Personals, die Zugriffskontrolle und für die Verwaltung von IKT-Systemen, -Produkten und -Prozessen” Quelle: § 30 Abs. 2 Nr. 9 BSIG (abgerufen am 2026-07-11)

ISO 27001 Referenz: A.5.9, A.5.10, A.5.11, A.5.12, A.5.13, A.5.14, A.5.15, A.5.16, A.5.17, A.5.18

AWS-NR9-004: Security Group mit öffentlichem Zugriff auf 22 (SSH)
  • Schweregrad: CRITICAL
  • Resource: sg-0f1e2d3c4b5a69870
  • Region: eu-central-1
  • Ist-Zustand: Die Security Group ‘sg-0f1e2d3c4b5a69870’ (demo-firma-bastion-sg) erlaubt eingehenden Zugriff von 0.0.0.0/0 auf Port(s) 22 (SSH).
  • Soll-Zustand: Kein unrestricted Inbound-Zugriff auf kritische/administrative Ports
  • Empfehlung: Beschränken Sie den Zugriff auf spezifische IP-Bereiche oder verwenden Sie AWS Systems Manager Session Manager für SSH-Zugriff anstelle von öffentlichen Security-Group-Regeln.
  • Aufwand: LOW
  • ISO 27001: A.5.15-A.5.18 Access control
  • Audit-Nachweis: DescribeSecurityGroups: sg-0f1e2d3c4b5a69870 allows 0.0.0.0/0 on 22 (SSH)
AWS-NR9-006: S3-Bucket-Policy erlaubt öffentlichen Zugriff
  • Schweregrad: CRITICAL
  • Resource: arn:aws:s3:::demo-firma-website
  • Region: eu-central-1
  • Ist-Zustand: Die Bucket-Policy erlaubt Zugriff für Principal: * ohne Bedingung. Dies kann zu ungewollter Datenexposition führen.
  • Soll-Zustand: Kein Principal: * in Bucket-Policies
  • Empfehlung: Entfernen Sie den öffentlichen Zugriff aus der Bucket-Policy. Verwenden Sie stattdessen spezifische IAM-Rollen oder Account-IDs als Principal.
  • Aufwand: LOW
  • ISO 27001: A.5.15-A.5.18 Access control
  • Audit-Nachweis: GetBucketPolicy: Principal=* with Effect=Allow, no Condition
AWS-NR9-001: IAM-Benutzer ohne MFA
  • Schweregrad: HIGH
  • Resource: arn:aws:iam::111122223333:user/j.schmidt
  • Region: global
  • Ist-Zustand: Der IAM-Benutzer ‘j.schmidt’ hat keine MFA-Authentifizierung konfiguriert. Ohne MFA ist der Account anfällig für Credential-basierte Angriffe.
  • Soll-Zustand: MFA aktiviert (Virtual MFA, Hardware-Token, oder FIDO2)
  • Empfehlung: Aktivieren Sie MFA für den IAM-Benutzer. Empfohlen: FIDO2 Security Key oder Virtual MFA App. AWS Console: IAM → Users → Security credentials → MFA
  • Aufwand: LOW
  • ISO 27001: A.5.15-A.5.18 Access control
  • Audit-Nachweis: ListMFADevices returned 0 devices for user j.schmidt

Ausnahmen

Dokumentierte, befristete Ausnahmen unterdrücken keinen Befund — der Mangel bleibt oben sichtbar und zählt in den Mängel-Zahlen weiterhin voll mit. Diese Sektion macht zusätzlich transparent, welche Mängel die Einrichtung bewusst und nachvollziehbar akzeptiert hat. Eine dokumentierte Ausnahme ist eine Risikoentscheidung der Einrichtung; sie beseitigt den technischen Mangel nicht und nimmt eine Bewertung durch Auditor oder Aufsicht nicht vorweg.

CheckRessourceVermerkBefristet bisAutor/Ticket
AWS-NR9-006arn:aws:s3:::demo-firma-websiteBewusst öffentlicher Static-Website-Bucket für den Unternehmensauftritt (demo-firma.de). Der Zugriff über die Bucket-Policy ist auf lesende GetObject-Berechtigungen für öffentliche HTML/CSS/Bild-Assets beschränkt; es werden keine personenbezogenen oder vertraulichen Daten über diesen Bucket bereitgestellt. Risikoakzeptanz durch die Geschäftsführung dokumentiert.24.01.2027M. Mustermann / WEB-142

Positivnachweise nach §30-Bereich

Konforme Prüfobjekte als belastbarer Nachweis (nicht nur Abwesenheit von Mängeln).

§30 Abs. 2 Nr. 1 — Risikoanalyse und IT-Sicherheitskonzepte

CheckTitelRessourceNachweis
AWS-NR1-001Config Recorder aktivarn:aws:config:eu-central-1:111122223333:recorder/defaultDescribeConfigurationRecorderStatus: recording=true for default in eu-central-1

§30 Abs. 2 Nr. 2 — Bewältigung von Sicherheitsvorfällen

CheckTitelRessourceNachweis
AWS-NR2-001GuardDuty aktiviertarn:aws:guardduty:eu-central-1:111122223333:detector/64b1f3a9c8d2e7f0GetDetector: Status=ENABLED in eu-central-1

§30 Abs. 2 Nr. 3 — Aufrechterhaltung des Betriebs

CheckTitelRessourceNachweis
AWS-NR3-002S3-Bucket mit Versionierungarn:aws:s3:::demo-firma-backupsGetBucketVersioning: Status=Enabled for demo-firma-backups

§30 Abs. 2 Nr. 6 — Bewertung der Wirksamkeit von Risikomanagementmaßnahmen

CheckTitelRessourceNachweis
AWS-NR6-001CloudTrail-Zustellung betrieblich wirksamarn:aws:cloudtrail:eu-central-1:111122223333:trail/demo-firma-trailGetTrailStatus: LatestDeliveryTime=2026-07-24T07:52:00+00:00 (hours_ago=1.4), log_file_validation=True

§30 Abs. 2 Nr. 7 — Grundlegende Schulungen und Sensibilisierung

CheckTitelRessourceNachweis
AWS-NR7-001IAM-Passwort-Richtlinie erfüllt Anforderungenarn:aws:iam::111122223333:account-password-policyGetAccountPasswordPolicy: all requirements met (length=16)

§30 Abs. 2 Nr. 8 — Kryptographie

CheckTitelRessourceNachweis
AWS-NR8-001S3-Bucket mit Default-Verschlüsselungarn:aws:s3:::demo-firma-logsGetBucketEncryption: SSEAlgorithm=aws:kms for demo-firma-logs

§30 Abs. 2 Nr. 9 — Personalsicherheit, Zugriffskontrolle und IKT-Verwaltung

CheckTitelRessourceNachweis
AWS-NR9-001IAM-Benutzer mit MFAarn:aws:iam::111122223333:user/m.muellerListMFADevices returned 1 device(s) for user m.mueller
AWS-NR9-004Security Group ohne öffentlichen Zugriffsg-0a1b2c3d4e5f67890DescribeSecurityGroups: sg-0a1b2c3d4e5f67890 has no public inbound rule on critical/administrative ports
AWS-NR9-006S3-Bucket ohne öffentliche Bucket-Policyarn:aws:s3:::demo-firma-assetsGetBucketPolicy: Keine Bucket-Policy vorhanden

§30 Abs. 2 Nr. 10 — MFA und gesicherte Kommunikation

CheckTitelRessourceNachweis
AWS-NR10-001AWS Root-Account mit MFAarn:aws:iam::111122223333:rootGetAccountSummary: AccountMFAEnabled=1

Prüfabdeckung: Ergebnisse aller Checks

Jeder ausgeführte Check ist hier aufgeführt — auch fehlgeschlagene und nicht ausgewertete (keine stillen Lücken).

Alle Check-Ergebnisse

Check-IDTitel§30 Nr.Ergebnis
AWS-NR1-001AWS Config Recorder1Bestanden
AWS-NR2-001GuardDuty Aktivierung2Bestanden
AWS-NR3-002S3 Bucket Versioning3Bestanden
AWS-NR6-001CloudTrail Betriebliche Wirksamkeit6Bestanden
AWS-NR7-001IAM Password Policy7Bestanden
AWS-NR8-001S3 Default Encryption8Nicht bestanden
AWS-NR9-001IAM User MFA Status9Nicht bestanden
AWS-NR9-004Security Group Open Access9Nicht bestanden
AWS-NR9-006S3 Bucket Policy Public Access9Nicht bestanden
AWS-NR10-001Root Account MFA10Bestanden

Prüfgrenzen der Checks (Known Limitations)

Jeder Check prüft einen abgegrenzten technischen Aspekt — was er ausdrücklich nicht prüft, steht hier (Fail-Safe-Transparenz).

  • AWS-NR1-001 (AWS Config Recorder): Prüft nur, ob ein Config Recorder in den gescannten Regionen aufzeichnet. Nicht geprüft werden der Aufzeichnungsumfang und ob die aufgezeichneten Daten ausgewertet werden.
  • AWS-NR2-001 (GuardDuty Aktivierung): Prüft nur den Detector-Status je Region. Nicht geprüft werden aktivierte Schutzmodule und ob GuardDuty-Befunde in einen Incident-Prozess münden.
  • AWS-NR3-002 (S3 Bucket Versioning): Prüft nur den Versioning-Status der Buckets. Nicht geprüft werden Lifecycle-Regeln, die alte Versionen löschen, und ob Versioning als Wiederherstellungsweg tatsächlich trägt.
  • AWS-NR6-001 (CloudTrail Betriebliche Wirksamkeit): Prüft nur, ob CloudTrail aktiv Ereignisse liefert (betriebliche Funktion). Nicht geprüft wird, ob die Ereignisse ausgewertet werden.
  • AWS-NR7-001 (IAM Password Policy): Prüft nur die IAM-Passwort-Richtlinie des Accounts. Föderierte Identitäten (SSO/IdP) unterliegen der Richtlinie des Identitätsanbieters und werden hier nicht geprüft.
  • AWS-NR8-001 (S3 Default Encryption): Prüft nur die Default-Encryption-Einstellung der Buckets. Nicht geprüft werden einzelne Objekte, die vor der Aktivierung unverschlüsselt abgelegt wurden.
  • AWS-NR9-001 (IAM User MFA Status): Prüft nur IAM-Benutzer mit Konsolen-Login. Föderierte Zugänge (SSO/IdP) werden vom Identitätsanbieter durchgesetzt und hier nicht geprüft.
  • AWS-NR9-004 (Security Group Open Access): Prüft Security-Group-Regeln auf offene kritische/administrative Ports (SSH/RDP u. a.) sowie Vollbereichs-Freigaben (alle Ports) von 0.0.0.0/0 bzw. ::/0. Öffentliche Regeln auf nicht-administrative Ports werden nicht bewertet. Ob hinter einer offenen Regel tatsächlich eine Instanz erreichbar ist (Routing, NACLs), wird nicht geprüft.
  • AWS-NR9-006 (S3 Bucket Policy Public Access): Prüft Bucket-Policies auf öffentliche Freigaben (Principal: *). Öffentliche Freigaben über Bucket-ACLs, Zugriffe über CloudFront-Distributionen oder vorsignierte URLs sind nicht Gegenstand.
  • AWS-NR10-001 (Root Account MFA): Prüft nur, ob Root-MFA aktiviert ist. Art des zweiten Faktors (Hardware vs. virtuell) und die sichere Verwahrung werden nicht geprüft.

Attestierungs-Checkliste: manuell zu erbringende Nachweise

Dieser Scan bewertet ausschließlich den cloud-technisch prüfbaren Teilaspekt jeder §30-Maßnahme. Die folgenden Nachweise kann kein Cloud-Scan erbringen — sie sind organisatorisch zu attestieren und gehören zur vollständigen NIS2-Dokumentation.

§30 Abs. 2 Nr. 1 — Risikoanalyse und IT-Sicherheitskonzepte

Automatisiert geprüfter Teilaspekt: Automatisiert geprüft wird ausschließlich, ob technische Grundlagen für die Risikoerkennung in der Cloud-Umgebung aktiv sind (z. B. Konfigurations-Aufzeichnung, Bedrohungserkennungsdienste, zentrale Sicherheitsauswertung). Ob eine Risikoanalyse tatsächlich durchgeführt, dokumentiert und aktuell gehalten wird, kann ein Cloud-API-Scan strukturell nicht feststellen — aktivierte Dienste sind ein Indiz, kein Nachweis.

Manuell zu attestieren:

  • Dokumentierte Informationssicherheitsleitlinie liegt vor und ist von der Leitung freigegeben
  • Risikoanalyse-Verfahren ist dokumentiert und wird regelmäßig durchgeführt
  • Risikobehandlungsplan mit Verantwortlichkeiten und Terminen existiert und ist aktuell

§30 Abs. 2 Nr. 2 — Bewältigung von Sicherheitsvorfällen

Automatisiert geprüfter Teilaspekt: Automatisiert geprüft wird nur der technische Detektionsunterbau in der Cloud-Umgebung (Bedrohungserkennung, Alarmierung, Ereignis-Routing) sowie das Vorhandensein in der Cloud hinterlegter technischer Reaktions- und Analysebausteine (z. B. Response-Pläne, Automatisierungs-Playbooks, Forensik-Dienste). Nicht prüfbar sind der Incident-Response-Prozess selbst, die organisatorische Reaktionsfähigkeit und die Einhaltung der Meldepflichten nach §32 BSIG.

Manuell zu attestieren:

  • Incident-Response-Plan ist dokumentiert und wurde in den letzten 12 Monaten geübt
  • Meldewege an das BSI (§32 BSIG) sind definiert, Fristen und Zuständigkeiten bekannt
  • Rollen, Eskalationswege und Erreichbarkeiten für Sicherheitsvorfälle sind festgelegt

§30 Abs. 2 Nr. 3 — Aufrechterhaltung des Betriebs

Automatisiert geprüfter Teilaspekt: Automatisiert geprüft werden technische BCM-Bausteine in der Cloud (Backups, Versionierung, Redundanz über Verfügbarkeitszonen, Health-Checks). Nicht prüfbar sind das BCM-Konzept, Wiederanlaufpläne, definierte Wiederherstellungsziele (RTO/RPO) und ob Wiederherstellungen tatsächlich geübt werden.

Manuell zu attestieren:

  • BCM-/Notfallkonzept ist dokumentiert und von der Leitung freigegeben
  • Wiederherstellungsziele (RTO/RPO) sind je kritischem System definiert
  • Wiederherstellungsübungen (Restore-Tests) sind durchgeführt und dokumentiert
  • Krisenmanagement-Organisation (Stab, Kommunikation) ist festgelegt

§30 Abs. 2 Nr. 6 — Bewertung der Wirksamkeit von Risikomanagementmaßnahmen

Automatisiert geprüfter Teilaspekt: Automatisiert geprüft wird nur, ob technische Grundlagen für Wirksamkeitsbewertung vorhanden sind (manipulationssichere Audit-Protokolle, Regel-Auswertungen, Sicherheits-Dashboards). Ob Wirksamkeit tatsächlich bewertet wird — interne Audits, Kennzahlen, Management-Bewertungen — ist organisatorisch und nicht per API prüfbar.

Manuell zu attestieren:

  • Auditprogramm (interne Überprüfungen) ist festgelegt und wird durchgeführt
  • Management-Bewertung der Informationssicherheit findet regelmäßig statt und ist dokumentiert
  • Kennzahlen zur Wirksamkeit der Maßnahmen sind definiert und werden erhoben

§30 Abs. 2 Nr. 7 — Grundlegende Schulungen und Sensibilisierung

Automatisiert geprüfter Teilaspekt: Automatisiert geprüft werden technische Cyberhygiene-Grundlagen in der Cloud-Umgebung (Passwort-/Kontorichtlinien, sicherheitsrelevante Organisationsrichtlinien, Sicherheits-Ansprechpartner). Schulungen und Awareness-Maßnahmen — der Kern dieser Maßnahme — sind nicht per Cloud-API prüfbar.

Manuell zu attestieren:

  • Schulungsprogramm zur Informationssicherheit existiert; Teilnahmenachweise liegen vor
  • Auch Geschäftsleitung/Leitungsorgane nehmen nachweislich an Schulungen teil
  • Regelmäßige Awareness-Maßnahmen (z. B. Phishing-Simulationen) werden durchgeführt

§30 Abs. 2 Nr. 8 — Kryptographie

Automatisiert geprüfter Teilaspekt: Dieser Bereich ist cloud-technisch gut prüfbar: Verschlüsselung at Rest und in Transit, Schlüsselrotation, TLS-Mindestversionen und Zertifikatsgültigkeit werden automatisiert geprüft. Nicht prüfbar ist das Kryptokonzept selbst — welche Verfahren wofür einzusetzen sind und wie Schlüssel organisatorisch verwaltet werden.

Manuell zu attestieren:

  • Kryptokonzept ist dokumentiert (Verfahren, Schlüssellängen, Einsatzbereiche)
  • Prozess für Schlüsselverwaltung und -wechsel ist festgelegt (auch außerhalb der Cloud)

§30 Abs. 2 Nr. 9 — Personalsicherheit, Zugriffskontrolle und IKT-Verwaltung

Automatisiert geprüfter Teilaspekt: Automatisiert geprüft wird die technische Zugriffskontrolle in der Cloud (IAM-Rollen und -Richtlinien, Schlüsselhygiene, Netzwerkzugriffe, öffentliche Freigaben). Nicht prüfbar sind Personalsicherheit, das Zugriffskontrollkonzept als Dokument, Joiner/Mover/Leaver-Prozesse und das Asset-Inventar außerhalb der gescannten Cloud-Umgebung.

Manuell zu attestieren:

  • Zugriffskontrollkonzept (Least Privilege, Need-to-Know) ist dokumentiert
  • Prozess für Eintritt/Wechsel/Austritt (Joiner/Mover/Leaver) inkl. Rechteentzug ist geregelt
  • Asset-Inventar umfasst auch Systeme außerhalb der gescannten Cloud-Umgebung
  • Maßnahmen zur Personalsicherheit (Verpflichtungen, Vertraulichkeit) sind umgesetzt

§30 Abs. 2 Nr. 10 — MFA und gesicherte Kommunikation

Automatisiert geprüfter Teilaspekt: Automatisiert geprüft wird die MFA-Konfiguration der Cloud-Zugänge und die Absicherung administrativer Zugriffswege. Nicht prüfbar sind MFA außerhalb der Cloud (z. B. VPN, lokale Systeme), gesicherte Sprach-, Video- und Textkommunikation sowie Notfallkommunikationssysteme.

Manuell zu attestieren:

  • MFA oder kontinuierliche Authentifizierung ist für Zugänge geregelt; der Geltungsbereich (auch außerhalb der gescannten Cloud-Umgebung) ist dokumentiert
  • Gesicherte Kommunikationsmittel (Sprache, Video, Text) sind festgelegt und im Einsatz
  • Notfallkommunikationssystem für den Fall kompromittierter Systeme ist definiert

Anhang A: Scan-Metadaten

EigenschaftWert
Tool-Version0.1.6
Report-ProfilIntern (Klardaten)
Schema-Version1.1.0
Mapping-Version2026.07
RechtsstandBSIG i. d. F. des NIS2UmsuCG (BGBl. 2025 I Nr. 301), in Kraft seit 06.12.2025
Python-Version3.13.14
boto3-Version1.35.0
Scan-Dauer8.7s
Ausnahmen-Dateiexceptions-demo-firma.yaml
Ausnahmen angewendet1

Anhang B: §30 BSIG Referenz

Die 10 Kernmaßnahmen des §30 Abs. 2 BSIG (Normtext wörtlich nach Primärquelle):

  1. Risikoanalyse und IT-Sicherheitskonzepte — “Konzepte in Bezug auf die Risikoanalyse und auf die Sicherheit in der Informationstechnik”
  2. Bewältigung von Sicherheitsvorfällen — “Bewältigung von Sicherheitsvorfällen”
  3. Aufrechterhaltung des Betriebs — “Aufrechterhaltung des Betriebs, wie Backup-Management und Wiederherstellung nach einem Notfall, und Krisenmanagement”
  4. Sicherheit der Lieferkette — “Sicherheit der Lieferkette einschließlich sicherheitsbezogener Aspekte der Beziehungen zu unmittelbaren Anbietern oder Diensteanbietern”
  5. Sicherheit bei Erwerb, Entwicklung und Wartung — “Sicherheitsmaßnahmen bei Erwerb, Entwicklung und Wartung von informationstechnischen Systemen, Komponenten und Prozessen, einschließlich Management und Offenlegung von Schwachstellen”
  6. Bewertung der Wirksamkeit von Risikomanagementmaßnahmen — “Konzepte und Verfahren zur Bewertung der Wirksamkeit von Risikomanagementmaßnahmen im Bereich der Sicherheit in der Informationstechnik”
  7. Grundlegende Schulungen und Sensibilisierung — “grundlegende Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen im Bereich der Sicherheit in der Informationstechnik”
  8. Kryptographie — “Konzepte und Prozesse für den Einsatz von kryptographischen Verfahren”
  9. Personalsicherheit, Zugriffskontrolle und IKT-Verwaltung — “Erstellung von Konzepten für die Sicherheit des Personals, die Zugriffskontrolle und für die Verwaltung von IKT-Systemen, -Produkten und -Prozessen”
  10. MFA und gesicherte Kommunikation — “Verwendung von Lösungen zur Multi-Faktor-Authentifizierung oder kontinuierlichen Authentifizierung, gesicherte Sprach-, Video- und Textkommunikation sowie gegebenenfalls gesicherte Notfallkommunikationssysteme innerhalb der Einrichtung”

Quelle aller Normtexte: https://www.gesetze-im-internet.de/bsig_2025/__30.html, abgerufen am 2026-07-11.


Dieser Report wurde automatisch generiert von nis2scan v0.1.6. Er dient als technische Grundlage für die NIS2-Compliance-Dokumentation und ersetzt keine rechtliche Beratung. Die NIS2-Kategorie beruht auf der Selbsteinstufung des Unternehmens und wurde nicht durch das Tool geprüft.